NOA kritisiert die Einfuhr von subventioniertem Biodiesel aus Argentinien und Indonesien.

Der deutsche Markt für Biodiesel wird seit Anfang 2012 durch die Einfuhr von subventioniertem Biodiesel aus Argentinien und Indonesien und durch deutlich höhere Importe von Biodiesel aus Altspeisefetten massiv belastet. Diese Importe entsprechen zum Großteil nicht den Vorgaben der REDcert-EU bzw. der Deutschen Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung (BMELV). Durch vermutlich nicht konforme Nachhaltigkeitsnachweise werden diese Importe auf die Quote zur Erfüllung der Deutschen Biokraftstoffziele angerechnet.

Da sich die deutschen Ministerien bis heute nicht auf ein Vorgehen gegen diese Praktiken einigen konnten, werden die deutschen Hersteller weiterhin benachteiligt: Es entsteht ein Preisdruck aufgrund der subventionierten Einfuhren und eine Situation, in der Investitionen in eine nachhaltige gesetzeskonforme Produktion von Biokraftstoffen sich als wiedersinnig erwiesen haben. Leider werden derzeit die Deutschen Biokraftziele zu einem großen Teil mit Biodiesel aus Argentinien und Indonesien erfüllt.

Die NOA Naturoel Anklam AG kritisiert diese Vorgehensweise und fordert, dass die Umgehung der Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung überprüft und geändert wird.

Aktuelles
November 2012